Oktoberfest-Guide: Das Wichtigste für Wiesn-Neulinge

Die Wiesn steht vor der Tür! Da wird wieder getrunken, geschunkelt und gebusselt. Auf dem Oktoberfest gibt es in jedem Zelt Gaudi bis zum Schluss. Aber welches Festzelt eignet sich für wen am besten?  Und kann man bei der Kleiderwahl auch etwas falsch machen? Wir haben ein paar nützliche Wiesn-Tipps für euch gesammelt, mit denen euer Besuch auf dem größten Volksfest der Welt ein voller Erfolg wird.

Jedes Jahr aufs Neue strömen unzählige Besucher auf die Münchner WIesn.

Jedes Jahr aufs Neue strömen unzählige Besucher auf die Münchner Wiesn.

Das Wiesn-Outfit

Die typisch bayerischen Trachten gehören genauso zur Wiesn wie die Maß Bier. Allerdings werden vor allem die schönen Dirndln immer öfter zu „moderneren“ Varianten verschandelt.
Deswegen hier ein paar Dinge, die ihr beim Wiesn-Outfit unbedingt beachten solltet:

Frauen:
So macht mans richtig!

So trägt man unsere Tracht richtig!

  • Der Dirndl-Rock ist niemals kürzer als knielang! Der üppige Ausschnitt ist schon freizügig genug, und wir wollen es ja nicht übertreiben.
  • Unter dem Dirndl trägt man eine Dirndlbluse, kein weißes Tanktop! Egal wie warm es in den Zelten auch wird, das gehört sich einfach nicht.
  • Keine zu heftigen Pumps oder Turnschuhe! Ballerinas, ein kleiner Absatz oder Sandalen sind genug.
  • Kein plumper Plastik-Modeschmuck! Bei Thema Accessoires gilt das Motto „Weniger ist mehr“, also lieber eine dezente Kette mit kleinem Edelweiß-Anhänger oder dergleichen besorgen.
Männer:
  • Zur Lederhosn gehören Haferlschuhe mit Trachtenstrümpfen. Wer Turnschuhe trägt, outet sich als „Zuagroaster“.
  • Ob ihr Hosenträger zur Lederhosn tragen wollt oder nicht ist eure Entscheidung, hier geht beides. Was man aber lassen sollte: die Träger runterhängen lassen.

Noch ein kleiner Hinweis für alle in Flirtlaune: wenn beim Dirndl die Schleife vorne rechts ist, ist die Frau vergeben oder verheiratet. Vorne links dagegen bedeutet, dass die Dame noch zu haben ist.

 

Welches Zelt lohnt sich für wen?

Entlang des Hauptweges, der Wirtsbudenstraße, sammeln sich neben den vielen mittelgroßen und kleinen Zelten vor allem die 14 großen Festhallen. Doch welche eignet sich am besten für wen?

Für alle unter euch, die nur wegen dem Bier und der riesen Gaudi zur Wiesn kommen, empfehlen wir diese Zelte:

  • Schottenhammel: Hier eröffnet der amtierende Oberbürgermeister jedes Jahr die Wiesn, indem er das erste Bierfass ansticht.
    Maß Bier: 9,85 €

    Im Minutentakt brüllt der Löwe von seinem Turm herab.

    „Löööööwenbräääääu!“

  • Augustiner-Bräu: Das einzige Zelt, das sein Bier noch aus echten Holzfässern ausschenkt. Ein richtig uriges Zelt, aber gefeiert wird hier trotzdem wie verrückt.
    Maß Bier: 9,60 €
  • Löwenbräu-Festzelt: Die Attraktion des Zeltes ist der riesige Löwe, der über dem Eingang sitzt und im Minutentakt „Lööööwenbräääu“ brüllt. Lockt erfolgreich sowohl echte Bayern als auch Touristen an.
    Maß Bier: 9,85€
  • Hofbräu-Festzelt: Eines der lautesten Zelte und Touri-Zelt schlechthin. Hier geht es schon am Vormittag ordentlich rund.
    Maß Bier: 9,75€
  • Hacker-Festzelt: Auch genannt „Himmel der Bayern“ dank der wunderschönen Deckenbemalung. Hier trifft man eher auf junges Publikum.
    Maß Bier: 9,80€
  • Hippodrom: Promi-Hotspot der Wiesn. Rechtzeitig ankommen, sonst habt ihr keine Chance mehr auf einen Platz!
    Maß Bier: 9,80€
Das Hippodrom hebt sich schon von außen von den anderen Festzelten ab.

Das Hippodrom hebt sich schon von außen von den anderen Festzelten ab.

 

Denen von euch, die es nicht ganz so exzessiv mögen und vielleicht auch etwas Wert auf leckere Schmankerl legen, können wir folgende Zelte ans Herz legen:

  • Käfer Wiesn-Schänke: Dieses Zelt ist zwar etwas kleiner, dafür aber umso exklusiver. Besondere Speisen, Wein und Champagner locken eine ganze Menge Prominenter an.
    Maß Bier: 9,80€
  • Armbrustschützenzelt: Hier finden auch heute noch jedes Jahr während der Wiesnzeit die Deutschen Meisterschaften im Armbrustschießen statt.
    Maß Bier: 9,58€
  • Winzerer Fähndl/Paulaner Festhalle: Berühmt für seine urbayerische Gemütlichkeit. Hier kommt ein eher älteres Publikum zusammen.
    Maß Bier: 9,80€
  • Weinzelt: Ideal für alle, die kein Bier mögen: hier gibt es auch Wein, Sekt und Champagner.
  • Bräurosl: Ein eher gemütliches Zelt. Allerdings nicht am ersten Wiesn-Sonntag: da findet nämlich der „Gay Sunday“ statt.
    Maß Bier: 9,80€
Im Bräurosl Festzelt geht es eher gemütlich zu.

Im Bräurosl Festzelt geht es eher gemütlich zu.

 

Falls es euch um die besonderen bayerischen Schmankerl geht, die es auf der Wiesn gibt, dann solltet ihr hier vorbeischauen:

  • Fischer-Vroni: Berühmt ist dieses etwas kleinere Zelt vor allem für eins: den Steckerl-Fisch. Unbedingt probieren!
    Maß Bier: 9,80€
  • Schützenfestzelt: Die Spezialität dieses Zeltes ist das in Malzbier gebratene Spanferkel. Dazu gibt es Löwenbräu-Bier.
    Maß Bier: 9,80€
  • Ochsenbraterei: Das Besondere an diesem Festzelt ist schon seit rund 130 Jahren, dass hier ganze Ochsen am Spieß gegrillt werden. Die Besucher können auf einer großen Tafel sogar den Namen des aktuellen Ochsen lesen.
    Maß Bier: 9,70€
Die Ochsenbraterei - wo ganze Ochsen am Spieß gegrillt werden.

Die Ochsenbraterei – wo ganze Ochsen am Spieß gegrillt werden.

 

Was man sonst noch wissen sollte

  • Geht so früh wie möglich auf die Wiesn. Seid am besten ab spätestens 11 Uhr vormittags da, am Wochenende wenn möglich sogar noch früher. Dann habt ihr auch gute Chancen auf eine Bank in den Zelten.
  • Ordentlich frühstücken! Für die Menge Bier, die auf euch zukommt, braucht ihr eine gute Unterlage. Am besten auch zwischendurch immer wieder eine Kleinigkeit essen, dann haltet ihr länger durch und auch der Kater hält sich in Grenzen.
  • Im Kopf der Bavaria befindet sich eine Aussichtsplattform. Wem das Riesenrad nicht reicht, der kann auch hier vorbeischauen.
  •  Schaut unbedingt beim „Toboggan“ vorbei. Dabei handelt es sich um eine Art Rutsche, die man erst über ein super schnelles Förderband hinweg hinaufklettern muss. Diese Attraktion fordert die betrunkenen Wiesnbesucher seit 1933 heraus – zur Freude aller Zuschauer.
Das Förderband des "Toboggan" bereitet den meisten Betrunkenen erhebliche Schwierigkeiten.

Das Förderband des „Toboggan“ bereitet den meisten Betrunkenen erhebliche Schwierigkeiten.

 

Quellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Festzelte_auf_dem_Oktoberfest
http://www.muenchen.de/veranstaltungen/oktoberfest/festzelte.html
http://www.rp-online.de/reise/kurztrips/wiesn-zelte-im-vergleich-1.571807#
http://www.welt.de/reise/staedtereisen/article109321577/Zuagroaste-tragen-oft-Turnschuhe-zur-Lederhose.html
http://www.abendzeitung-muenchen.de/media.imagefile.b71c7f18-00e0-485f-a3ee-674db14c8ea8.original.media
http://www.welt.de/vermischtes/article8980432/Festzelt-Check-Wiesn-Zelte-im-Vergleich.html

Video: https://www.youtube.com/watch?v=dALpT4uNjzQ

© Bilder:
Dilankf (CC BY-SA 1.0, 2.0, 2.5, 3.0)
Alexander Raths/Shutterstock.com
Andreas Steinhoff
Gutsul (CC BY-SA 3.0)
Hullbr3ach (CC BY-SA 2.5)

 

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.