Wanderslust: Nationalpark Berchtesgaden erleben

Das Wetter meint es dieses Jahr gut mit uns und seit einigen Wochen erstrahlt es immer wieder über Bayern. Sonnenschein und glasklare Aussicht sind zwei ideale Voraussetzungen, um in die Berge zu fahren. Beim Blick aus dem Fenster treibt es uns dieser Tage regelrecht ins Grüne. Im Nationalpark Berchtesgaden gilt es vom Königssee aus knapp 2100 Höhenmeter bis hinauf zum Watzmann zu überwinden – beide prägen diese Region zutiefst.


watzmann

Nach dem Nationalpark Bayerischer Wald und dem deutschen Wattenmeer zählt der Park bei Berchtesgaden zu den bekanntesten. Über ganz Deutschland verstreut finden sich noch weitere elf Nationalparks. Bei paradisi.de findet ihr alle in der Übersicht. Im wunderschönen Berchtesgadener Land wartet der einzige hochalpine Nationalpark in ganz Deutschland auf euch und seine 208 Quadratkilometer-Fläche mit 230 Kilometern Wanderweg laden zum Wandern ein!

70 Millionen Jahre Geschichte

Wer sich vor allem für die Entstehung dieser Region interessiert, der ist auf dem geologischen Lehrpfad im Wimbachtal richtig aufgehoben. Denn hier stehen entlang des Weges immer wieder Infotafeln, die über Geologie und Ursprung erzählen. Ausgangspunkt ist die Wimbachbrücke (Wimbachweg 2, 83486 Ramsau) und gewandert wird bis zum Wimbachschloß und zurück – das ganze dauert etwa 3,5 Stunden.

Entlang des Königssee mit Blick auf den Watzmann

Der Nationalpark Berchtesgaden liegt mit seinen 208 km² auf zwei Gemeinden: Ramsau bei Berchtesgaden und Schönau am Königssee. Letzter ist mit 603,3 m ü NN der tiefste Punkt im Park und gibt dem Blick auf den höchsten Punkt, den Watzmann, frei. Fjord-ähnlich liegt der See in diesem alpinen Panorama und nimmt uns einen Moment den Atem. Elektroboote bringen einen vom Ortsteil Königsee nach St. Bartholomä, zur Saletalm und zum Kessel – auf der Fahrt wird standardmäßig mit einem Flügehorn auf dem ersten Streckenabschnitt das Echo an der Echowand vorgeführt. Umrunden kann man den See nicht zu Fuß, allerdings lässt sich die Kapelle von St. Bartholomä von Ramsau aus erwandern. Sechs Stunden dauert diese Tour durch das Wimbachtal. Es gibt hier aber auch geführte Wanderungen bis hinauf zum Watzmann! Und von der Nationalparkverwaltung gibt es ebenfalls Wanderprogramme.




Eine ebenfalls sehr beliebte aber anstrengende sechstätige Tour führt euch durch das sogenannte Steinerne Meer. Dazu nimmt man die Jennerbahn vom Königssee aus nach oben und wandert dann in etwa sechs Stunden bis zur Wasseralm. In den folgenden Tagen geht es dann zum Kärlingerhaus, von dort zum Riemannhaus und auf dem Rückweg zum Ingolstädter Haus, vom dem aus es am letzten Tag zurückgeht. Die Tour und weitere Hütte-zu-Hütte-Touren werden hier genauer beschrieben.

Was gibt es zu entdecken?

Auf euren Wanderungen solltet ihr nicht nur die frische Luft genießen oder den tollen Ausblick, sondern ab und an auch Inne halten und die Auge aufmachen. Denn hier im Nationalpark finden sich Enzian und Edelweiß! Außerdem lassen sich mehr als 100 verschiedene Vogelarten ausmachen, kleinere Reptilien und Fischotter. Mit etwas Glück lässt sich auch das eine oder andere Rotwild blicken.

Bilder: Eder, shutterstock.com / Frank Fischbach, shutterstock.com / Pawel Kazmierczak, shutterstock.com / mradlgruber, shutterstock.com / Pawel Kazmierczak, shutterstock.com / Christian Colista, shutterstock.com / Christian Musat, shutterstock.com

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