Trailrunning: Intensives Erleben der Bergwelt

Das Wandern ist des Müllers Lust. Aber Moment, da läuft ja einer! Ganz und gar nicht im Wander- sondern im Joggingmodus. Trailrunning (von engl. trail: Pfad, Weg) nennt sich das und ist eine Form des Langstreckenlaufs, abseits der asphaltierten Wege. Wir haben mit einem begeisterten Trailrunner gesprochen, der so schon einige Berge der Welt erklommen hat.

Black Tusk

Tolles Panorama – Trailrunner wie Steve Auch werden beim Laufen mit beeindruckender Kulisse entlohnt.

Laufen über Stock und Stein

Durch unebenere Untergründe und Hindernisse werden beim Trailrunning, neben der Kondition, auch das Gleichgewicht und die Konzentrationsfähigkeit geschult. Der gesamte Körper muss zusätzlich stabil gehalten werden, wodurch mehr und andere Muskelgruppen trainiert werden, als beim Laufen auf der Straße. Aber das ist nicht der einzige Vorteil: Das Schöne beim Laufen auf Trails ist für die meisten die Nähe zur Natur.

Berge verführen zum Trailrunning

„Nur Wandern“ war Steve Auch irgendwann nicht mehr genug, so dass er auf Trailrunning umgestiegen ist. Seitdem lässt ihn das nicht mehr los! Angefangen hat es damit, dass Steve von Hessen nach Bad Reichenhall gezogen ist und „die Berge auf einmal direkt vor der Haustüre“ hatte. Von da an war er jede freie Minute in der Natur unterwegs und bemerkte schnell, dass er ziemlich flott wanderte: „Über Freunde bin ich dann zum Trailrunning gekommen.“

Das Gesamtpaket: Mit „body and mind“

Steve sagt von sich, dass er es sich früher niemals hätte vorstellen können, Spaß am Laufen zu haben. Woran es liegt, dass er seine Meinung geändert hat? „Es ist das intensive Erleben der Bergwelt.“ Trotz der Geschwindigkeit bekomme er ganz genau mit, was um ihn herum passiert. „Ich nehme die Landschaft wahr und komme auch immer wieder an bestimmten Punkten zur Ruhe. Die Erlebnisse und Eindrücke, die man sammelt, wenn man eine 3-Tages-Hütten-Wanderung in 12 Stunden läuft, sind einfach genial und durch Nichts zu ersetzen.“ Vielleicht machen die zahlreichen Impressionen für viele wirklich den entscheidenden Unterschied zum normalen Höhenwandern aus.

Das Wichtigste am Trailrunning, und was ihm auch kein anderes Hobby geben kann, ist aber das „Gesamtpaket“: „Die Ruhe, wenn man frühmorgens alleine in den Bergen unterwegs ist, die einzigartigen Erlebnisse und die unendlich vielen Eindrücke einer langen Tour.“ Obwohl Steve schon auf sämtlichen Bergen war, z.B. dem Kilimanjaro in Tansania oder dem Fujiyama in Japan, ist es für ihn „zuhause doch am Schönsten.“ Denn hier hat er Berge und Trails im Überfluss. Über diese und seine Routen bloggt er regelmäßig, um seine Erfahrungen mit anderen zu teilen.

Tipps für enthusiastische Trailrunner

Das Wichtigste ist, so Steve, dass man „Spaß an der Sache“ hat. Er rät, „nicht einfach auf einen Berg hochzulaufen und wenn es nicht klappt, frustriert umzudrehen.“ Laufen und genießen – das ist seine Devise! Wenn es zu schwer wird, darf man ja einfach eine Pause einlegen oder gehen. Seine Belohnung ist ein entspannter „Downhill“ – das lockere Bergablaufen – „während dem man die ganze Tour noch einmal Revue passieren lässt.“ Doch sollte man es am Anfang auch nicht übertreiben, sondern sich Stück für Stück steigern, denn der Körper braucht Zeit, um sich an die neue Belastung zu gewöhnen.

Trailrunning macht glücklich – und verbindet.

Trailrunning ist für Steve schon lange kein Hobby mehr, sondern seine Leidenschaft geworden. So steht auch das Zitat auf seiner Webseite für sich: „When I look at how much happier I am as a long-distance trail runner, I just can’t compare to the way I was before.” – Gordy Ainsleigh – (Wenn ich sehe, wie viel glücklicher ich als Langstrecken-Trailrunner bin, kann ich es gar nicht damit vergleichen, wie ich mich zuvor gefühlt habe.)

Stawamus Chief

Natur und Laufen: eine Leidenschaft, die Kräfte schafft.

Wer sich noch weiter generell über Trailrunning informieren möchte, findet hier beispielsweise Informationen über aktuelle Veranstaltungen und Läufe oder kann mit anderen Trailrunnern in Kontakt treten.

Bild: Copyright:www.uptothetop.de

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