D’Wiesn kimmt! – Alles rund um Tracht, Fahrspaß und Bier

Noch 26 Tage, dann geht sie wieder los: die Wiesn. Trachten so weit das Auge reicht und ein Bierdunst, der sich durch die ganze Stadt zieht. Herrlich! Aber bevor es losgeht, ploppen in vielen Köpfen wieder dieselben Fragen auf: wos ziag i o? Welche Schua? Welche Frisur? Wo gibt’s des beste Bier? Wir haben bei Dirndl-Bloggerin Eva nachgefragt und sie hat uns ihre Lieblingsfahrgeschäfte, -frisuren, -zelte und vieles mehr rund um die Wiesn verraten.

Wiesn

Im Dirndl schaugt ma imma fesch aus, besonders auf da Wiesn!

Die Tracht

Essentiell wichtig für den Wiesn-Besuch der Damen: das Dirndl. Denn in den letzten Jahren ist Tracht zum regelrechten Hype geworden und so vom größten Volksfest der Welt gar nicht mehr wegzudenken. Auch Eva hat als waschechtes bayrisches Madl aus Berchtesgaden drei davon im Schrank hängen. Am liebsten trägt sie aber das Schwarze, denn „es ist total bequem und hat vorne silberne Knöpfe und am Rücken kleine Samtverzierungen. Es passen einfach alle Schürzen dazu und man kann es auch mal zu festlicheren Anlässen anziehen.“ Generell kommt es auch wirklich nicht darauf an, wie viele Dirndl eine Frau besitzt, findet Eva. „Wenn man eines hat, mit dem man variieren kann, reicht das völlig. Ich denke ein qualitativ hochwertiges sollte man aber immer haben.“

Ein Kombinationsvorschlag von Eva:

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Neben Dirndln, die den Trends folgen, zeitlosen und auch einigen extravaganten, finden sich aber auch jedes Jahr etliche, bei denen einem wirklich nur noch Kopfschütteln übrigbleibt. Richtige Dirndl-Sünden sind für Eva „durchsichtige und schwarze Blusen oder wenn jemand gar keine Bluse anhat (Ausnahme wenn im Dirndl eine Art Bluse eingenäht ist). Und was auch gar nicht geht sind weiße Stiefel. Das sieht so unglaublich billig aus. Und natürlich alles was über dem Knie ist, also zu kurze Dirndl. Geht gar nicht!“

Den Kopf verdrehen

Das funktioniert nicht nur mit dem richtigen Dirndl, sondern auch mit der passenden Frisur. Geflochten, offen oder Pferdeschwanz? Diese Frage beantwortet Eva ausführlich auf ihrem Blog evasdirndlblog.wordpress.com . Hier hat sie extra – für alle Unwissenden unter uns – die Kategorie Dirndl-Knigge eingerichtet, in der sie in verschiedenen Tutorials und Beiträgen das Wichtigste rund ums Dirndl erklärt. Zum Thema Frisuren meint sie: „Ich mag gerne Flechtfrisuren, egal ob nur einzelne Partien oder der ganze Kopf. Besonders schön finde ich es, wenn die Haare aus dem Gesicht geflochten sind und an der Seite locker fallen oder die tolle Frisur mit dem Haarband. Man trägt das Band ganz einfach im Haar und flechtet dann die einzelnen Strähnen nach innen. So wie bei dem letzten Youtube-Video auf meinem Blog. Diese Frisur kann sogar ich.“

Eva

Wenn Wiesn‘ ist, gibt’s für Eva nur ein Kleidungsstück: Dirndl!

Und unten rum?

Bei der Frage scheiden sich womöglich die Geister. Für die einen müssen es echte Haferlschua sein, für die anderen reichen auch Ballerinas. Zur Lederhosn passen erstere natürlich am besten und sollten auch dazu getragen werden, beim Dirndl sieht es aber schon ganz anders aus. Vor allem die flachen Ballerinas machen sich gut und mittlerweile gibt es sie in so vielen Farben und Formen, dass mit Sicherheit für jeden was dabei ist. Das findet auch Eva, die selbst gerne flache Schuhe zum Dirndl trägt. Denn: „ Ich würde zum Beispiel niemals hohe Schuhe auf die Wiesn anziehen. Erstens finde ich sie total unbequem, zweitens kann ich darauf nicht laufen und drittens kann man damit nicht auf den Tischen tanzen.“ Letzteres ist ein eindeutiges Argument, finden wir!

Wie man sieht, passen auch Ballerinas wirklich gut zum Dirndl:

dirndl2

Hoch hinaus

Wer den Kick abseits der Festzelte sucht, sollte sich in eines der zahlreichen Fahrgeschäfte schwingen und ein paar Runden drehen. Von Karussells über Geisterbahnen bis hin zu großen Achterbahnen ist alles dabei und auch alles fahrenswert. Und auch wenn sie nicht so preiswert sind, macht es doch immer wieder Spaß, sich in die Lüfte heben zu lassen. Das findet auch Eva, die sich letztes Jahr in den Fünfer Looping gewagt hat. „Das hat total Spaß gemacht. Es hat zwar fast zehn Euro gekostet, aber das war es mir wert. Geisterbahn finde ich auch toll, aber nur die richtigen, wo man sich wirklich erschreckt.“ Aber Achtung: Fahrgeschäfte am besten vor dem Zeltbesuch ausprobieren. Nach ein paar Mass können ungeahnte Kräfte auf einen wirken, die lästige Übelkeit hervorrufen. Das will man sich und seinen Mitfahrern doch lieber ersparen!

Schlemmen wie daheim

Nicht nur fashion- und actionmäßig hat die Wiesn was zu bieten. Natürlich ist sie auch ein kulinarisches Paradies. Sakrisch guad is a hoibs Hendl mit Blaukraut und a gscheide Mass dazu…mhhhh. Und zum Nachtisch einen leckerern Schoko-Frucht-Spieß von einem der unzähligen Süßwarenstände. Für alle Vegetarier, wie auch Eva selbst einer ist, empfiehlt sie Knödl mit Soße. Neben kandierten Äpfeln ist das ihr Lieblingsgericht auf der Wiesn. Die Frage, wo es das beste Bier gibt, klärt sie auch gleich auf: „Im Paulaner Festzelt. Mein Tipp: Mit Freunden immer eine Mass teilen, dann wird’s ned so schnell lack. Und an alle Auswertigen: Bitte nicht Maaaaaß sagen, wenn dann lieber ein Liter Bier, das klingt nicht ganz so schlimm.“

 

So kann die Wiesn ja kommen!

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Eva für das tolle Interview!

 

Bild 1: Kzenon/panthermedia.net  Bild 2/3: evasdirndlblog.wordpress.com

1 Kommentar zu D’Wiesn kimmt! – Alles rund um Tracht, Fahrspaß und Bier

  1. Schöne kleine Aufstellung. Gleich mal geteilt auf Twitter und FB.

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