Lederhosen-Pflege: Winter-Wellness für die Lederne

Was machen Lederhosen-Fans im Winter? Richtig: Auf den Sommer warten, wenn wieder die Festln locken und es jede Woche einen neuen Anlass gibt, die Tracht auszuführen. Um die viel zu lange Wartezeit zu überbrücken, empfiehlt es sich, die Krachlederne für die neue Saison in Schuss zu bringen. So einfach geht’s:


Lederhosen reinigen pflegen
Natürlich muss man einer Lederhose ihr Alter und ihre zahlreichen Erlebnisse ansehen. Je mehr Patina, desto höher ihr ideeller Wert – ganz klar! Doch einfach nur mit Hendlfett und Bierschaum einreiben? Nein, das hat euer wertvollstes Kleidungsstück nicht verdient!

Lederhosen waschen? Kann man machen, aber…

… sollte man besser dem Profi überlassen! Zum einen ist eine Wäsche ohnehin nur dann ratbar, wenn die Hose es wirklich dringend nötig hat und aufgrund zahlreicher Flecken ungepflegt aussieht. Zum anderen ist Leder ein extrem empfindliches und lebendiges Material, mit dem man sehr sensibel umgehen muss.

Patina, ja – aber Fleck muss weg

Umso speckiger, desto schöner. Aber ein Fleck schaut wirklich auf keiner Hose gut aus! Wenn sich also einer auf der Lederhose verirrt hat, unbedingt an Experten-Tipps zur Lederhosenpflege halten! Bei der Trachtenbibel haben wir dafür einige Tipps entdeckt, die euch die Fleckenentfernung erleichtern sollen. Haare und staubähnlicher Schmitz lassen sich etwas mit Tesa entfernen, außerdem soll auch Mineralwasser beim Entfernen helfen.

Bei hartnäckigerer Verschmutzung raten wir aber dazu, den Gang zur Reinigung zu tun: Leder ist einfach empfindlich.

Unsere drei Lieblingstricks für die Lederhosenpflege

Kaum etwas ist ekliger und hartnäckiger als Kaugummi. Doch das Gerücht um den Kaugummi-Trick ist keines! Er funktioniert tatsächlich. Und zwar so: Einfach Lederhose in einen Gefrierbeutel packen, verschließen und ab ins Gefrierfach. Sobald sie gefroren ist, herausnehmen und den jetzt ebenfalls gefrorenen Kaugummi vorsichtig herunterkratzen. Achtung bei Rauleder – hier hinterlässt ein Kaugummi meist Ränder, bei denen auch der fachmännischen Reinigung die Hände gebunden sind.

Welche Möglichkeiten hat man dann bei Rauleder? Bürsten lautet die Antwort! Wer eine Lederhose besitzt, sollte auch stolzer Besitzer einer Kreppbürste sein! Mit dieser lassen sich die meisten Flecken problemlos und schonend rausreiben. Vor allem Regenwasserflecken – vor denen schließlich kein Trachten-Träger gefeit ist – werden damit vom Beinkleid verbannt.

Zuletzt, aber nicht letztens: Leder immer langsam trocknen lassen! Das bedeutet: Nie in direkter Nähe von Hitze! Das Leder wird sonst sehr schnell spröde und nimmt so massiven Schaden. Auch direkte Sonneneinstrahlung auf die Hose sollte beim Trocknen unbedingt vermieden werden!

Das dürft ihr eurer Lederhose nicht antun

Sollte eine Lederhosenwäsche wirklich unvermeidbar sein, ist es übrigens durchaus entscheidend, was für ein Leder man trägt. Eine hilfreiche Übersicht über die Ledersorten und ihre Waschart hat das Lederhosen-Museum zusammengestellt! Was auch diese Seite bestätigt: Genau zwei Dinge sind bei der Lederhosenpflege absolut verboten. Erstens: Heißes oder warmes Wasser. Zweitens: Drahtbürsten!

Bild: © iStock.com/meanmachine77

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