Bier und Gesundheit: Kein Bier vor Vier – wirklich nicht?

Die Sagen und Mythen, die sich ums Bier ranken sind fast genauso alt wie seine Entstehungsgeschichte: Ist Bier schädlich? Kann es unsere Gesundheit sogar positiv beeinflussen? Was ihr vor eurem nächsten gscheiden Suri vielleicht wissen solltet und welche Überraschungen das Bier für uns parat hält, erfahrt ihr hier.  

Bier im Biergarten

„Ein Prosit, ein Prosit der Gemütlichkeit, ein Prosit, ein Prosit der Gemütlichkeit!…

Was als allgemein bekannt gilt:

  • Bier macht glücklich
  • Bier ist gut für die Haare
  • Bier macht einen Bierbauch
  • Bier macht dick
  • Bier ist gut gegen Krebs
  • Bier macht schöne Haut und schöne Zähne
  • Bier ist „flüssiges Brot“
  • Bier stärkt das Immunsystem
  • Bier ist ein gutes Schlafmittel
  • Bier hilft bei Erkältung
  • Bier ist gut für die Nieren
  • Bier senkt das Herzinfarktrisiko
  • Bier ist gut für die Verdauung
  • Bier senkt das Diabetes-Risiko

Rein muss es sein

Bevor aber den Mythen auf den Grund gehen, wollen wir uns kurz nochmal auf das besinnen worauf die Bayern so unglaublich stolz sind und was das Bier erst zu solch Ruhm aufstiegen ließ:

„(…)Ganz besonders wollen wir, dass forthin allenthalben in unseren Städten, Märkten und auf dem Lande zu keinem Bier mehr Stücke als allein Gersten, Hopfen und Wasser verwendet und gebraucht werden sollen.(…)“ (Original Wortlaut aus dem Reinheitsgebot Herzog Wilhelm IV. 1516)

Heute kommt neben den drei Grundbestandteilen von damals also Gerste, Hopfen und Wasser die Zutat hinzu, die das Bier erst alkoholisch und sprudelnd macht: Die Hefe. Die alkoholische Gärung ist erst seit Mitte das 16. Jahrhunderts bekannt und hat die Brauertätigkeit somit bis heute revolutioniert.

Bierkruege

…Schenkt ein, trinkt aus, schenkt ein, trinkt aus!“

Was kann der goldene Gerstensaft?

Wie bei so gut wie allem kommt es auch beim Bier auf die Menge an, die wir konsumieren. Daher kann sich der Biergenuss positiv und auch negativ auf unsere Gesundheit auswirken. Bier allein macht nicht dick, sondern sie Tatsache, dass Bier den Appetit anregt. Die Ursache des Bierbauches liegt also überwiegend am Essverhalten nach und während des Bierkonsums.

Als geeignete Sportlergetränke werden häufig die alkoholfreien Weißbiere angepriesen. Aber auch schreiben wir dem Bier hier Auswirkungen zu, die nicht ganz richtig sind, denn die meisten Weißbiere – auch einige, die als isotonisch gekennzeichnet sind – beinhalten zu wenig Natrium und zu viel Kalium für Ausdauersportler. Dass Bier gesundheitsfördernd sei, wird heftig diskutiert da ein regelmäßiger Bierkonsum nur in sehr wenigen Fällen hilfreich und auch wirklich gesundheitsfördernd sei.

Andere gehen davon aus, dass Bier sich bei mäßigem Genuss fast nur positiv auf die Gesundheit und das äußere Erscheinungsbild auswirkt. Bier als Schönheitstipp oder als hilfreiches Mittel gegen Osteoporose – welchen Tatsachen und Mythen über Bier ihr Glauben schenkt, bleibt euch selbst überlassen.

Bier zapfen

Ozapft is!

Ein Prosit!

Wichtig ist nur, dass ihr euch vernünftig informiert. Klar sind Tipps wie Bier als Shampoo zu benutzen oder Bierkonsum trage zu einem gesunden Hautbild bei längst Teil unserer als richtig geltenden Information, Studien und Belege dafür gibt es aber nur sehr selten.

Auch der Anteil der antibakteriellen und antientzündlichen Polyphenole im Bier kann variieren, ebenso wie der der Mineralien, Spurenelemente und verschiedenen Vitamin-B- Arten. Wer sich hin und wieder ein Glas Bier genehmigt, schadet nicht zwangsläufig seiner Gesundheit, wer es lässt aber auch nicht. In diesem Sinne entscheidet selbst welche Wohltaten ihr dem Bier zusprecht oder nicht, denn

„Hätt‘ da Adam a boarisches Bier bsess’n,

Hätt er den Apfel niemals gess’n!“

(Bayerischer Trinkspruch)

Bilder:bildagentur.panthermedia.net/kzenon

 

 

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